Monthly Archives: September 2017

Lockwood & Co. #1: Die seufzende Wendeltreppe – Jonathan Stroud

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2,5 Sterne von 5

Wie bereits erwähnt gebe ich dem Buch 2,5 Sterne/Punkte/Würstchen/Wasauchimmer. Normalerweise – wie auch hier – runde ich in einem solchen Fall auf. Aber, ebenfalls wie bereits erwähnt, hätte ich hier fast mal abgerundet.

Jugendbuch hin oder her, das sind die mit Abstand unsympathischsten und abschreckendsten „Ermittler“ seit Books & Braun. Und nein, da verbessert es die Lage auch nicht, ein noch unsympathischeres und abschreckenderes Ermittler-Team reinzuschreiben. Blöde Charaktere bleiben blöde Charaktere.

Wobei Lockwood ja eigentlich noch geht. (Ich war übrigens echt happy herauszufinden, dass nicht nur ich denke, dass Lockwood sehr Sherlock-artige Züge aufweist.) Aber die anderen beiden sind absolut unerträglich.

Das Schlimmste bei allen dreien ist allerdings dieses ständige, kindische und absolut unnötige Rumgestreite! Das geht einem nach einer Weile so unendlich auf den Geist! (Geist. Haha. Verstehste? Sorry. Der Wortwitz war nicht beabsichtigt.) Vor allem, weil ein Konflikt (so bescheuert und an den Haaren herbeigezogen er auch sein mag) nie wirklich gelöst wird, sondern es wird einfach irgendwann aufgehört zu streiten. (Meistens durch irgendeine Unterbrechung von außerhalb, wie z. B. dem ebenfalls unerträglich unsympathischen BEBÜP-Inspektor.) Ja, nee.

Außerdem geht es, finde ich, immer schief, wenn Ich-Erzähler sich selbst beschreiben. Es klingt immer eingebildet. Vor allem, wenn es junge Mädchen sind, die von einem männlichen Autor geschrieben werden. Überlasst doch einfach mal was der Fantasie der Leser! Gott, wie mich das nervt! „Ich habe lange blonde Haare, bin schlank und durchtrainiert und habe einen super-sexy Schmollmund, aber meine Nase ist total schmal und unansehnlich. Die geht ja gar nicht. Deswegen bin ich auch so hässlich und kein Junge beachtet mich.“ Nee, is‘ klar!

Es dauert unglaublich lange, bis in dem Buch wirklich mal was passiert. Also, nein. Anders. Eigentlich passiert gleich am Anfang was – was auch ziemlich spannend ist – und dann… kommt die komplette Vorgeschichte. Und die BEBÜP. Und sinnlose Streitereien. Und zwischendurch ein kleines bisschen ernsthafte Recherche, was aber viel zu wenig ist, um mich in irgendeiner Weise zu fesseln. Und wenn mir die weibliche Ich-Erzählerin noch ein Mal erzählt hätte, dass sie ja nur und ausschließlich mit Rock und Leggins rumläuft, wäre das Buch vermutlich an die Wand geflogen.
(Was ich übrigens auch nicht so ganz verstanden habe, war die Aussage: „Ich interessiere mich ja nicht für Kleider.“ Oder so ähnlich. Und? Was soll uns das jetzt sagen? Man kann nur dann eine starke, unabhängige und selbstbewusste Frau – oder, wie in dem Fall, ein junges Mädchen – sein, wenn man Kleider hasst und wie ein 90er-Jahre-Emo rumläuft?)

Dass ich nicht abgerundet habe, liegt an der Idee an sich, die ich wirklich gut fand (nur eben schlecht umgesetzt) und am letzten Viertel des Buches, das tatsächlich mal spannend und gut geschrieben war. Außerdem habe ich mich redlich bemüht zu berücksichtigen, dass das ein Jugendbuch ist (auch wenn ich es dafür trotzdem noch ziemlich banane fand.) Daher drei Sterne. Irgendwie. Aber auf jeden Fall lese ich keines von den folgenden Büchern.

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The Green Mile – Stephen King

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Five stars out of five

I was very reluctant to read this book for a very long time.
Mostly because I absolutely hate to read about innocent people being killed because they are not-white, retarded, poor or all of the above.
The incredible unfairness of something like that upsets and infuriates me to no end and never really leaves me. So, yeah. I usually tend to avoid stories like that.

But “The Green Mile” is not about that.
Well, it is, but not entirely.
The difference is John Coffey’s view on everything plus the fact that almost everyone in this book gets what they deserve. Or even want. So the initial unfairness is kind of “balanced out” quite nicely.

It also helps that Paul Edgecomb and his three most trusted colleagues (and/or friends) are imo thoroughly likable characters, and the real villains are complete assholes. That doesn’t mean it’s all black and white (no pun intended), but seriously? With some people in this book (and I daresay even in our real lives) it actually is just that easy.

Once more a beautiful (even if at times heartbreaking) story wonderfully told.
(Though I’m still angry about Mr. Jingles’ fate. Yes, I’m looking at you, Stephen! That was quite unnecessary!)

Read it! And keep your hankies ready! I dare you not to cry at the end. Or in the middle. Or at least once at any point while reading this book.

(And beware of the first-person-narrator if you don’t like that kind of thing. I don’t like them much myself, but in this case I really recommend you’d give it a try.)