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“Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?” von Françoise Hauser

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4 von 5 Sterne

Irgendwie hatte ich mir „Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?“ als eine Art „Anleitung zum Bewerbungen Schreiben“ oder als „Ratgeber“ vorgestellt.

In gewissem Sinne ist es das auch, wenn auch nur insofern, dass es einem klar macht, dass man die ganze Bewerbungsschreiberei vielleicht nicht ganz so ernst nehmen und auch ein kleines bisschen von seiner Persönlichkeit mit einbringen sollte.

Die unterschiedlichen Bewerbungssituationen und Anzeigen sind sehr überspitzt und sarkastisch dargestellt bzw. analysiert, und ich glaube nicht wirklich, dass man alles aus diesem Buch 1 zu 1 übernehmen kann. Obwohl ich mir im Gegenzug *absolut* vorstellen kann, dass es genügend Firmen gibt, die das, was Frau Hauser da erklärt, tatsächlich bierernst nehmen und auch wirklich so meinen.

Aber bei einer solchen  Firma würde ich gar nicht arbeiten wollen.

Also, als „ernsthaften“ Ratgeber zur Verbesserung des Bewerbungenschreibens wie es zur Zeit in unserer Gesellschaft existiert, würde ich dieses Buch nicht bezeichnen.

Wer aber von den vielen erfolglosen Bewerbungen komplett frustriert ist und sich mal vor Augen führen möchte, was für ein Unsinn eigentlich von den meisten Personalern (bzw. deren Chefs) erwartet wird, und dabei auch mal laut lachen möchte, der kommt hier voll auf seine Kosten. Und findet vielleicht auch die eine oder andere Anregung, wie man es wenn nicht besser dann doch vielleicht mal anders machen könnte.

Ich persönlich werde ganz bestimmt ein paar Formulierungen und Floskeln ausprobieren. Bin mal gespannt, ob es was bringt.

Auf jeden Fall hat mich das Buch sehr gut unterhalten und inspiriert. Ich möchte fast sagen auch motiviert, denn in letzter Zeit hatte ich schon gar keine Lust mehr, mich irgendwo zu bewerben.

4 Sterne nur deswegen: Zwischenrein kann man wirklich mal die Hoffnung verlieren. Wenn man sich so durchliest, was von den Chefs eigentlich gemeint ist, was man schreiben sollte und was dann daraus wieder rausgelesen wird, dann bekommt man manchmal den Eindruck: Es ist völlig egal, WAS man schreibt, man kann nur verlieren, und man fragt sich dann unweigerlich, wozu das Ganze?

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